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Comicgestaltung - Anregungen wären gut!

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cartoonagen - 23.06.20 18:17
Hallöle,

habe' das Geheimnis gelüftet, wie Comic-Panels / Hintergründe professionell aussehen!
Orientiert an Lucky Luke Comics, stellte ich fest: Die darzustellenden Objekte sollten möglichst klein-, aber detailreich sein! Somit spielt es keine große Rolle, ob Details (z. B. ein Türgriff) richtig gezeichnet sind...
Natürlich ist es auch wichtig, interessante Perspektiven zu nutzen, und andere Feinheiten zu beachten.

Hier ein Beispiel: Dieser Hintergrund war einfach, in kurzer Zeit fertig, und sieht m. M. n. sehr gut aus:

http://cartoonagen.de/S1.jpg

Also kann eigentlich jeder, der mit Fluchtpunkten und Horizontlinien umgehen kann, solche Hintergründe kreiren!
 
cartoonagen - 31.05.20 02:40
@aurelcartoons: Na ja, so hatte ich mir das Ergebnis nicht vorgestellt. Eigentlich sollten die Hintergründe generell einfarbig sein, bzw. Hervorhebungen in der gleichen Farbe - etwas dunkler oder heller. Das war aber nicht praktikabel. Dafür sind die Figuren wohl auch zu detailliert. Oder es liegt an der "Lineart" - k. A. Ich finde das 1. Panel "ok". Funktioniert ggf. mit ein paar mehr Details / Schraffuren, und einer leichten Texturierung der Hauswand.
Was Ralf König angeht: Schaue ich mir mal an, danke für den Hinweis.
Zu dem Buch "Love Addict" von Koren Shadmi: Was die Zeichnungen angeht, sieht das z. T. durchaus "machbar" aus. Ich hatte gehofft hier zu erfahren, dass das mit einfachen Mitteln, wie z. B. "digital gezeichnet auf eingescanntem farbigem Zeichenkarton, so dass bereits eine Grundfarbe vorhanden ist" gestaltet sei, und so seine Wirkung erziele. Irgend was Einfaches, halt. Ob das von Hand koloriert ist?

@Danny: Bei mir funktioniert das so, dass ich eine klare Vorstellung davon haben muss, wie ein Objekt aussieht. Dann entsteht manchmal ein „kreativer Fluss“. Mir fehlt aber einfach der Zugang zu manchen Objekten (v. a. Gebäuden), und auch zur Technik. Oft hängt es, meiner Erfahrung nach, einfach an fehlendem Wissen, was eigentlich in Lehrbüchern zu finden sein müsste (aber leider überhaupt nicht ist). Ich hatte ja eine Experimentierphase, bevor ich angefangen habe. Die Idee war: Einfach machen, und mit der Zeit sehen, wie es sich entwickelt. "By Doing" fühlt sich aber nach Energieverschwendung an, wenn einem das nötige Wissen fehlt. Z. B. habe ich bereits 2016, als ich noch deutlich weniger Erfahrung hatte als heute, gute Erfahrung mit digitalen Wasserfarben gemacht. Nun aber festgestellt, dass das mit meinem Comic (in einer Auflösung von ca. 7000 x 5000), kaum möglich ist (da ist mein Rechner zu langsam). Nun ist wieder fraglich, ob ich die "Lineart" fertigstellen soll, dann die Größer herunterskalieren, und dann kolorieren. Fraglich, welche Komplikationen dann wieder auftauchen, bzw. fraglich, ob es erst koloriert gut / wie gewünscht aussieht, oder ob ich noch etwas komplett ändern soll...
Generell hat sich einiges, was ich in der Experimentierphase festgelegt habe, als nicht gangbar herausgestellt.
Eine Sammlung an Referenzen habe ich. Meine Idee ist, was den Komplexitätsgrad meines Comic' angeht, über den z. T. sehr sparsamen franz. Comics, und unter Lucky Luke (u. ä.). Eben ungefähr so wie die Referenz auf Twitter aus meinem Eröffnungsbeitrag.

Mit der Frage nach der Auflösung meinte ich tatsächlich die Auflösung, also "Länge mal Breite = ANZAHL der Bildpunkte", z. B. 1920 x 1080.
dpi ist, soweit ich das herausgefunden habe (AUCH eine Sache, die nirgends vernünftig erklärt wird, bzw. wozu man Widersprüchliches findet), die Anzahl der gedruckten Punkte PRO einzelnem Bildpunkt / Inch. So dass 300 dpi auf jeden Fall ok wären (gutes Druckergebnis), und für digitale Arbeiten 72 reichen würden.
Je niedriger die Auflösung, umso angenehmer lässt sich (digital) arbeiten (finde ich). Auch hier ist mir unklar, was die niedrigste Auflösung wäre, damit es später, beim Drucken, auf A4, noch gut aussieht.

In Krita verschmieren die Wasserfarben nun nicht (mehr)? Ob das an der neuen Version (die ich erst seit kurzer Zeit habe) liegt? Nun - ich hätte vermutlich auch selektieren können, und dann alle anderen Ebenen ausblenden können, oder ähnliches.
Generell ist es natürlich sehr gut, dass es in Krita möglich ist, reelle Wasserfarben nachzuempfinden. Aber die Nachteile davon hätte es nicht gebraucht (gerade bei hohen Auflösungen ist es eine Tortur, am Rand zu kolorieren (ohne in andere Farbbereiche zu gelangen), da es mit entspr. kleiner Pinselspitze ewig dauert).

Wie hast du das genau gemacht in Gimp? Mit dem Farbpicker verschiedene Bereiche der eingescannten Farbklekse "gepickt"?

Generell (auch bezüglich der Vorlagen und Referenzen) wünschte ich mir einfach klare Informationen, wie man WAS normalerweise macht, so dass ich zumindest auf ein Ziel hinarbeiten kann.

Jedenfalls haben mir eure Antworten, bzw. das darüber nachdenken bereits etwas weitergeholfen!
 
Danny - 30.05.20 11:19
Hallo Cartoonagen,
auf deine Fragen gibt es sicherlich so viele Antworten, wie es Zeichner gibt. Einig sind sich alle sicherlich nur in einem Punkt: Einfach zeichnen, zeichnen und zeichnen. Es dauert, bis man Technik und Stil perfektioniert hat.

Zunächst würde ich behaupten, dass niemand wirklich frei von Inspiration zeichnet und jeder irgendeine "reale Szene" im Kopf hat. Wie sehr du dich letztlich an Vorlagen hälst, musst du selbst entscheiden. Ich mache mittlerweile gerne Fotos von interessanten Orten und Objekten und nutze die als Referenz.

Krita imitiert das Verhalten von Wasserfarben, einschließlich des Verlaufens. Als ich Schoeniis Beitrag zu "Heroes of Art" koloriert hatte, habe ich einen etwas anderen Weg genommen: Ich hatte mir mit realen Wasserfarben eine Farbpalette erstellt, eingescannt und in Gimp als "Farbnäpfchen" verwendet.

Ob du eine Papierstruktur verwendest, Schatten schraffierst oder mit Farben gestaltest, sind rein stilistische Abwägungen. Probier es doch einfach mal aus. Dazu kannst du dir deine Outlines einfach mal kopieren und einmal mit Schraffur und einmal mit Farbschatten gestalten. Oder/und du klickst dich hier einfach mal durch. Gerade läuft hier ein Comic-Jam mit vielen verschiedenen Künstlern und Stilen: http://toonsup.de/comics/comic_jam_corona_comic?sid=63110

Wenn du dein Werk später drucken willst, sollte die Auflösung mindestens 300 dpi betragen und das Farbmodell sollte cmyk sein.
 
aurelcartoons - 30.05.20 11:12
Also mir gefällt deine Art der Kolorierung, ich find die gut. Warum gefällt sie dir nicht? Wenn du was kopierst ist es ja nicht mehr dein Ding. Der Erfolg deines WG Comics hängt eher an der Qualität der Stories und Dialoge. Ralf König ist da ein Könner. Die Twitter Arbeitsprobe stammt von einem verdammt guten Profi. Technik könnte alles sein: Marker, Aquarell, Kreide, Buntstift oder eine Mischung aus allem.
 
cartoonagen - 29.05.20 22:33
Guts Tägle!

Nun, ich arbeite an einem Comic, Charaktere und Drehbücher sind fertig, ich kann theoretisch alles zeichnen, mir fehlt aber der Bezug / das Wissen zu dem "Drumherum" (dazu kommen gleich Fragen).
Mit den Charakteren / deren Koloration bin ich zufrieden:
http://www.cartoonagen.de/Bilder/Comics/WG/seite0.php

Hier der Link zu einer fast fertigen Seite (hat etwas unter der Konvertierung in ein kleineres Format gelitten). Es fehlen zwar noch Schraffuren, und ein paar Verbesserungen, aber ich sehe schon, dass das so nichts wird:
http://www.toonsup.de/comics/wg_seite_1?sid=125978

Mein Plan war, die Umgebung dem Stil der Figuren anzupassen, was aber aus mehreren Gründen nicht möglich war (geht aus den Fragen hervor).
Hier nun die Fragen:
1. Zeichnet man Gebäude, Objekte, Landschaften, ...frei, oder nimmt man generell Vorlagen?
2. Woher soll ich wissen, wie WAS aussieht, damit es zu meinen Figuren passt? Ich müsste ja jedes Objekt neu erfinden...
3. Wie koloriert man digital mit Wasserfarben? Mit Krita ist das nur mühsam möglich, da die Farben ineinander verlaufen, sobald man andere Farben mit dem Pinsel berührt (auch wenn der bereich ausgewählt wurde).
4. Sollte ich Muster verwenden? Z. B. die, die in Krita vorhanden sind (als "Overlay", oder etwa farbigen Zeichenkarton einscannen, um eine papierartige Grundstruktur zu erhalten?
5. Soll ich Schatten schraffieren, oder mit Farben darstellen, oder beides?
6. Wenn ich komplett digital arbeite - welche Auflösung sollte ich verwenden ("falls" das eines Tages mal gedruckt werden sollte)?


Oder: Wie ist der Zeichner folgenden Comics vorgegangen? So ungefähr stell(t)e ich mir vor, dass mein Comic aussehen sollte:
https://twitter.com/KorenShadmi/status/753629518045253632/photo/1
[Hat dieser eingescannten, orangenen Zeichenkarton als Hintergrund genutzt, oder ist das orange koloriert?]

Was mich etwas "anficht" ist, dass ich theoretisch an dem Werk arbeiten könnte, aber nicht weiß, wie "man" in mancherlei Hinsicht vorgeht!
Ich wäre also sehr dankbar für Hinweise, die mich zurück an die Arbeit brächten.
 
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