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Wie fängt man ein mehrseitiges Comicprojekt an?

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Java - 20.10.13 23:50
Hat der Link, den man per E-Mail bekommt, nicht funktioniert? Die haben doch bestimmt eine Service-Mail-Adresse, oder? (Hm. Scheinbar nicht, oder gut versteckt ...) Naja, dann einfach mal übers Impressum bei der Zentrale melden.
 
WizardofOs - 20.10.13 21:33
Irgendwie hat das mit der Aktivierung nicht geklappt. Ich hoffe ich schaff das auch alles
 
Java - 20.10.13 18:19
Prima, dann können wir uns ja mal über den Kurs austauschen, nachdem er losgegangen ist (Start ist der 25. Oktober, danach wird jede Woche Freitag ein neues Video und Aufgaben dazu online gestellt).

Hier nochmal der Link, falls noch wer anderes hier auf toonsUp vorhat, sich für den kostenlosen Kurs The Future Of Storytelling anzumelden.

Wieviel Zeit ich selbst unterm Strich in den Kurs investieren kann, weiß ich noch nicht. Wollte mir v.a. mal so einen MOOC anschauen, da das Thema in den Medien derzeit so gehypet wird.
 
WizardofOs - 20.10.13 13:19
So, bin jetzt auch dabei!
 
LiddlBuddha - 15.10.13 10:49
Habe mich mal eingetragen. Klingt interressant.
 
Java - 15.10.13 09:10
@WizardofOz: Ganz genau! Die meisten MOOCs (Massive Open Online Courses) sind gratis. Ein paar Unis verlangen Geld für ein Teilnahmezertifikat, andere sind werbefinanziert. Hier noch ein paar weitere Lernplattformen:
- Coursera
- Udacity
- Future Learn
- Ctrl+Paint (digital paintig Tutorials)
 
WizardofOs - 15.10.13 06:25
Wenn ich das jetzt richtig verstanden habe muss man sich einschreiben und bekommt von Ende Oktober bis Ende Dezember Material online zur Verfügung gestellt? Und das alles kostenlos?
 
Java - 15.10.13 00:12
Bin gerade über den frisch veröffentlichten Online-Kurs The Future Of Storytelling gestolpert.

Ist ein interdisziplinäres Projekt und daher sicherlich auch für Comiczeichner mit Affinität zu Games, Film und Kommunikationsdesign interessant.
 
WizardofOs - 13.10.13 22:48
Genauso haben die es im Artikel beschrieben . Ich meine es war im neuen "Alfonz". Ich bin mir aber nicht ganz sicher.
 
Markus - 13.10.13 22:41
"zuerst das Ende überlegen" von den Asterix-Zeichnern?

"Hey, wie wäre das: Das ganze Dorf sitzt an einer grossen Tafel und feiert. Und Troubadix wird an den Baum gefesselt und geknebelt."
 
WizardofOs - 13.10.13 22:33
"Der Comic im Kopf" hab ich schon, bin aber leider noch nicht ganz durch. Die Sache mit dem "zuerst das Ende überlegen" ist sehr gut! Hab ich letztens auch schon von den Asterix-Zeichnern gelesen. Ich hab auch schon ein grobes Ende im Auge. Ein paar Charaktere sind auch schon fertig. Mein Plan ist bis Erlangen ein kleines Buch in niedriger Auflage zu produzieren. Ein Tipp vorweg: es geht um Schweine!
 
Markus - 13.10.13 21:49
Tipp 1: Celtx. http://de.wikipedia.org/wiki/Celtx

Tipp 2: Der Comic im Kopf. http://www.amazon.de/Der-Comic-Kopf-Kreatives-Erzählen/dp/3888349230

Das Buch kann ich gern zum nächsten Stammtisch mitbringen

 
Leichnam - 11.10.13 14:24
Das Ende sollte klar im Kopfe sein - man kann gar die letzten Panels zuerst zeichnen.
Für die sonstige Geschichte einen groben Rahmen hernehmen, den man für sich dann immer wieder noch mit Spontanideen anfüllt. (So hab ichs mit meinen Comics "E. Rückschädel" gemacht.)
Außerdem wichtig: Durchhalten! Herz für die Sache! Wenn man so ein Typ ist, der nix durchhält, sollte man gar nicht erst beginnen, unnötige Energieverschwendung ...
 
valdore - 11.10.13 14:16
Ich kann meinen Vorrednern nur zustimmen. Was man vielleicht auch noch machen könnte, ist eine Recherche - je nachdem mit welchem Thema man sich befassen möchte.

Ich persönlich bin jetzt der Typ, der meist alles im Kopf ausarbeitet und weniger auf Storyboards oder Scripts setzt. Trotzdem schreibe ich mir die Handlung stichpunktartig auf - nicht das was über die Wochen / Monate / Jahre verloren geht. Die ein oder andere Notiz mach' ich mir natürlich auch - z.B. Namen von Charakteren, Orten usw. Ab und an zeichne ich auch mal eine grobe Skizze, um zu gucken, ob der Inhalt auch auf die Seite passt oder ob die Interaktion zwischen zwei gegenüber liegenden Charakteren passt. Der Rest läuft bei mir eher intuitiv. Mir ist es auch schon passiert, dass ich über ein bereits gezeichnetes Panel noch eines eingefügt habe, einfach um der Handlung oder einem bestimmten Ort noch einen kleine Extrakick zu geben.
 
Kollege_Metal - 11.10.13 13:02
Wie Pauercomix schon gesagt hat ist es wirklich wichtig zu wissen wie das Ende gestaltet wird! Man sollte, denke ich, wissen wieviele Seiten das Comic ungefähr haben wird! Nimm dir nicht zu viele Seiten vor.Lieber eine kleine Geschichte -gut erzählt als ein epischer Band der sich in viele kleine Nebenstorys verläuft und nie zum Schluss kommt.

Ich beginne IMMER mit dem Storyboard. Schreib dir auf was passieren soll. Dann zeichne ich Thumbnails um zu wissen wie die Seitenaufteilung in meinem Comic ist. Ich hab auch schon von Künstlern gehört die einfach drauf los zeichnen und sich sozusagen überraschen lassen was kommt. Aber ich würde es eher mit einem guten Storyboard versuchen.
 
Java - 11.10.13 12:48
Pauercomix stimme ich da voll und ganz zu: Bei längeren Sachen sollte man auf jeden Fall die grobe Fahrtrichtung vor Augen haben, also Anfang, ein paar Aufhänger zwischendurch und einen Schluss, sonst läuft das schnell ins Leere (unvollendete Geschichten liegen bei mir genug in der Schublade).

Oft sammel ich dann Ideen (Stichworte), skribbel schon mal ein paar Figuren oder Szenen und versuche die Hauptfiguren aus ein paar verschiedenen Blickwinkeln zu zeichnen. Sonst läuft man Gefahr, dass die Figuren am Ende der Geschichte komplett anders ausschauen als am Anfang

Danach erst mache ich mich an ein grobes Storyboard, wobei ich mich hier kaum mit Details aufhalte. Die Figuren sind oft bloß Strichmänneken, die Hintergründe bloß ein paar grobe perspektivische Linien und Kringel. In dieser Phase schaue ich erst mal, wie viel Information (und Sprechblasentext) ich auf einer Seite unterbringen kann und ob ich Sachen rausschmeißen, kürzen oder vereinfachen kann. Wenn du eine Geschichte währen dieser Phase von sagen wir mal vier auf drei Seiten kürzen kannst, sparst du dir schnell ein paar Stunden Arbeit.

Naja, und dann kommt die Bleistiftzeichnung, die Reinzeichnung und der ganze Rest.

Am wichtigsten ist, dass du richtig Bock hast, die Geschichte, in die du zwangsläufig einen Haufen Zeit stecken wirst, zu zeichnen. Ich setze mir auch zeichnerisch oft eine kleine Herausforderung, z.B. Hintergründe besser auszuarbeiten oder mit der Anordnung der Panels herumzuexperimentieren. So hat man, selbst wenn der Comic nie fertig werden sollte, was davon.

Dass viele Comix im Tandem (Zeichner/Szenarist) entstehen, ist übrigens sicherlich kein Zufall. Durch die Arbeitsteilung kann sich halt jede/r darauf konzentrieren, was er/sie am besten kann bzw. am liebsten macht. Mal abgesehen davon, dass der Austausch der Geschichte guttun kann.
 
nebelwurstimabfall - 11.10.13 10:29
..vielleicht ist die Comicademy was für dich http://www.toonsup.com/pages/artist/blog.xhtml?userNickname=Comicademy

in Erlangen gab es tolle workshops u.a. zum thema; allein dabei habe ich so viel wichtiges erfahren..
 
PauerCmx (toonsUp Team) - 11.10.13 00:42
Einen mehrseitigen Comic habe ich selten fertigbekommen. Meistens sind sie dann sehr unterschiedlich geworden vom Stil her, denn ich habe mir oft mehrere Wochen Pause dazwischen erlaubt.
Bisher habe ich schon einen vagen Ausgangspunkt im Kopf gehabt von dem ich ausgehe. Und alles Weitere ergab sich dann beim Zeichnen. Das empfand ich immer als sehr spannend und es gab der Sache einen Reiz. Wenn du strukturiert vorgehst und vorher alles durchkonzipierst, dann fällt das leider weg.

In Erlangen gab es einen schönen Tipp von einem etablierten Comiczeichner. Er meinte, es wäre gut beim Skizzieren mit dem Ende der Geschichte zu beginnen (oder es zumindest klar vor Augen zu haben). Sonst zeichnet man ins Leere hinein und findet vielleicht schwer ein rundes Ende.

Ich habe es während der Schulzeit genossen Comics zu zeichnen. Aber eine s/w Seite brauchte bei mir ca. 4 Stunden und die möchte ich inzwischen nicht mehr für Comics aufbringen. Also, Willen und Durchhaltevermöge sind neben Stift und Radiergummi die wichtigsten Werkzeuge bei sowas!

Man kann sich damit trösten, dass selbst Profis wie Chris Ware Schwierigkeiten haben nicht von anderem Krams abgelenkt und vom Zeichentisch weggelockt zu werden. Ganz nach dem Motto: "Ich bleibe jetzt sitzen, bis die Seite fertig ist!"

So in der Art.
 
WizardofOs - 10.10.13 23:03
Wie fängt man ein mehrseitiges Comicprojekt an? 

Ich versuche schon seit einiger Zeit mal eine mehrseitige Geschichte zu Papier zu bringen, scheitere aber schon in den Anfängen. Wie fangt ihr ein größeres Comicprojekt an? Zeichnet ihr einfach drauf los? Macht ihr euch Notizen, oder schreibt ihr sogar die Geschichte schon komplett auf? Macht ihr erst die Panels und überlegt euch dann wie ihr die Zeichnungen unterbringt, oder umgekehrt?
 
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