Forum | Rund um toonsUp | News: Neue Features auf toonsUp: republikweit nach Gutmenschen-Erbrochenem riechen ...

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republikweit nach Gutmenschen-Erbrochenem riechen ...

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herve - 15.09.14 09:47
So, die Sammlung ist jetzt unter Der personifizierte Gutmensch angelegt. Um rege Beteiligung wird gebeten.
 
herve - 13.09.14 13:56
Vorab zum Thema habe ich einen interessanten Artikel in der Zeit zum Thema "Gutmensch" gefunden, den ich für äußerst lesenswert halte, da er m. E. den Nagel auf den Kopf trifft.
 
HuawaSepp - 12.09.14 14:22
Kann Comiczeichnen manchmal nicht auch Zeitverschwendung sein?
(PS: Dabei beziehe ich mich auf die Bemerkung, die hier laufende Diskussion als "Zeitverschwendung" zu bezeichnen und statt dessen Comic zu zeichnen)
 
perle - 12.09.14 09:36
Ich denke, jeder ist für den Eindruck selbst verantwortlich, den er hinterlässt. Jemanden in eine Ecke stellen geht nicht wirklich, allenfalls beleidigen oder verunglimpfen.

Natürlich darf sich jedermann weinerlich auf die Opferrolle zurückziehen, nachdem er mit belasteten Parolen den Gegenwind provozierte. @Pauercomix wies ja bereits auf gewisse rhetorische Techniken hin: "Statt auf die tatsächliche Position des Gegners und seine Argumente einzugehen, wird gegen einen nicht anwesenden, fiktiven Gegner – den „Strohmann“ – argumentiert, dabei werden diesem oft verzerrte und undifferenzierte Versionen der gegnerischen Argumentation in den Mund gelegt." Quelle: Wiki

Offene Kommunikation in Foren ist immer von aller Art trollartigem Verhalten gefährdet. Z.B wenn einer der Äktschn wegen polarisiert. Ich hoffe mal ganz gutgläubig, das mein Beitrag eher zu den sachlichen zählt. Ich lerne auch gerne mal dazu.

@herve: Deine Idee, einen Online-Jam zu diesem Begriff zu starten, gefällt mir immer noch. Mal schau'n was uns das Wochenende bringt ...
 
perle - 12.09.14 09:19
Der Begriff Gutmensch

Ursprünglich aus linker Selbstkritik an moralischer Überheblichkeit im eigenen Lager entstanden,

mutierte »Gutmensch« im Laufe der 90er zum Kampfbegriff der Neuen Rechten, mit dem allen Nicht-Rechten moralinsaure Arroganz und Intoleranz unterstellt werden soll.

Wenn heutzutage gegen »Gutmenschen« polemisiert (in der Regel zusammen mit der Anklage gegen »politisch korrekte Gesinnungsdiktatur« ) wird, kann man in 99 von 100 Fällen davon ausgehen, dass der Autor mittels dieser Opferpose menschenverachtenden Neonazi-Propagandadreck unter die Leute bringen will.

Für diese Zeitgenossen (schaut mal z. B. in de.soc.politik.misc) ist »Gutmensch« letztlich nur ein strafrechtlich unbedenkliches Synonym für »Judensau«...


aus: assoziations-blaster.de

dort findet sich eine weite Palette von Assoziationen zum Begriff 'Gutmensch'. Für jeden Geschmack ist was dabei ...
 
PauerCmx (toonsUp Team) - 12.09.14 02:10
Amen, herve! Volle Zustimmung.

PS.: Fury, gerne doch!… Ich habe Fury vorhin per PN gefragt, warum er solche Ätzkommentare abgibt und dass ich das für ignorant und unnötig halte. Was will er damit bezwecken? Ich soll das hier öffentlich posten, meinte er. Bitteschön.
 
herve - 12.09.14 01:50
Das ist nicht nur "nicht nett", sondern zeugt auch davon, dass man selbst nichts begriffen hat oder nicht begreifen will, worum es hier eigentlich geht, nämlich um die Frage, ob es gerechtfertigt ist, grundlos andere Meinungen zu diffamieren, in dem man eine Killervokabel à la "Gutmensch" gebraucht. Überlege mal, wohin das führen kann: heute sind es die sog. "Gutmenschen", morgen dann vielleicht Leute aus anderen Kulturkreisen bzw. mit anderer Herkunft, mit anderen sexuellen Orientierungen, anderem Geschlecht usw. usf.. Letzten Endes wären wir dann dabei angelangt, eine Plattform zu werden, in der Hetze gegen andere aus welchen Gründen auch immer unliebsamen ZeitgenossInnen salonfähig geworden ist.

Und was den Einwand "und wieder mal verlässt ein Künstler die Plattform" angeht: Reisende soll man nicht aufhalten. Das mag jetzt zwar hart klingen, aber inzwischen habe ich eine gewisse Gleichgültigkeit gegenüber "Primaballerinen" entwickelt, die sich frei nach Neros Motto "Welch großer Künstler scheidet mit mir dahin!" einbilden, ohne sie würde nichts laufen. Eine derartige Einstellung ist nämlich zutiefst infantil, und das kann es dann ja auch nicht gewesen sein.
 
Toonster - 12.09.14 01:18
 
PauerCmx (toonsUp Team) - 12.09.14 01:03
Die ganze Diskussion hier eine Zeitverschwendung zu nennen, ist jetzt auch nicht gerade nett.
 
Toonster - 12.09.14 00:39
Trotzdem Zeitverschwendung.

Ergebnis = Und wieder mal verlässt ein Künstler diese Plattform.
 
herve - 12.09.14 00:34
Liebe Leute, es geht in erster Linie darum, dass ein Begriff im Raum steht, der nicht für jedeN hier gouttierbar ist, zumal er einen ziemlich anrüchigen bzw. dubiosen Background hat. Auf der anderen Seite haben wir es mit der Ansicht zu tun, dass eben die Kritik an diesem Begriff an sich schon als "Zensur" empfunden wird. Insofern halte ich es schon für äußerst wichtig, diese Geschichte auszudiskutieren anstelle in Friedhofsfrieden zu verharren, denn damit wäre niemandem gedient.

Was die Sammlung zum Begriff "Gutmensch" angeht: gebt mir bitte noch etwas Zeit. Vor dem kommenden Wochenende schaffe ich es zeitlich einfach nicht, ok?
 
Toonster - 11.09.14 20:02
MKBerlin hat recht.
In der Zeit hättet Ihr zusammen nen Comic zeichnen können.
 
MKBerlin - 11.09.14 09:35
Wow, habt ihr alle viel Zeit!
 
Rob - 10.09.14 14:58
Gutmensch, Bösmensch, Mösmensch (Frau)...

Ist doch schön, wenn man sich über Dinge aufregen kann und seien sie auch noch so banal. Mir sind negative Kommentare allemal lieber als gar keine.
 
PauerCmx (toonsUp Team) - 10.09.14 14:07
Ich gebe herve recht damit zu sagen, dass das gerade sehr kindisch ist.
Es ist tausendmal einfacher die beleidigte Leberwurst zu spielen und abzuhauen, als sich wieder zu versöhnen. Aber der leichteste Weg gewinnt halt meistens.
 
Karsten - 10.09.14 13:59
Ja, klar. Ich recherchiere erstmal, bevor ich irgendwas schreibe. Heute ist es "Gutmensch", morgen ist es "Rasierpinsel", übermorgen möglicherweise "Hundekuchen".

Vor jedem Text wird gegoogelt, damit sich ja kein zart Besaiteter auf Füßchen getreten fühlt.

Ich glaube, ich spinne.

Meine ToonsUp-Fans müssen auf keine Cartoons verzichten.

Aber ich werde zukünftig auf ein paar Heulsusen verzichten, und das kann ich ziemlich gut.
 
PauerCmx (toonsUp Team) - 10.09.14 13:03
Vom Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung: Das Stigma "Gutmensch"
–– aufschlussreicher Artikel, auch zum Begriff "political correctness"

Ich lag falsch mit der Annahme, es sei ein unpolitischer, rethorischer Begriff. Es ist ja doch ein Wort, dass heute mit einer Rechten Gesinnung verbunden wird. Vielleicht wäre es doch vernünftig zu schauen wie es mit dem aktuellen Sprachgebrauch solcher Wörter aussieht, wenn man sich nicht mit einem gewissen Lager assoziiert sehen möchte.

Zugegeben, es war mir selbst auch nicht so deutlich bewusst wie klar hier die Zuordnung sein kann. So gesehen hatten fuenf und Uglytoons nicht ganz unrecht mit ihrer Assoziation.

Vielleicht war es Dir auch nicht bewusst, Karsten. Jedenfalls war der erste "Gutmenschen"-Sager ein Angriff gegen eine ziemlich große, diffuse Masse und naja – wie man in den Wald hineinruft ...



Ich würde mir wünschen, wir alle könnten jetzt hier einen Schlussstrich ziehen und Deine Fans bei Toonsup müssten nicht auf Deine Uploads verzichten. Du hast ja einige Fans hier und ich glaube, dass das unnötige Beleidigtsein in keinem Verhältnis steht zu dem Verlust deiner Fangemeinde hier.
 
Karsten - 10.09.14 12:49
Oh... ja, kann natürlich sein, daß ich mir das Ganze eingebildet und möglicherweise auch diese Kommentare selbst gedichtet habe:

http://www.toonsup.com/cartoons/vergleiche?sid=379097
(Kommentar v. "Uglytoons" )

oder

http://www.toonsup.com/cartoons/korrekt+1?sid=379097
(Kommentar v. "fuenf" )

Aber vielen Dank, es bestätigt mich in der Entscheidung, hier schleunigst zu verschwinden.
 
PauerCmx (toonsUp Team) - 10.09.14 11:48
Nochmals, mich würde es interessieren, an welcher Stelle Dich jemand konkret als einen Rechten bezeichnet hat, Karsten.
Ich weiß ja nicht, ob Du das da unten von gestern auch gelesen hast (ich fürchte nicht). Aber niemand hat Dich in dieser ganzen Diskussion als "rechts" eingeordnet. Auch nicht unter den ursprünglichen Kommentaren.

Dieses "angeblich" hast Du selbst dazugedichtet. Deswegen habe ich schon einen Link zum Strohmann-Argument gebracht.
 
Karsten - 10.09.14 11:31
Oh, das war ziemlich deutlich, Pauercomix. Angeblich stammt das Wort "Gutmensch" aus der rechten Ecke, und wer's benutzt, praktischerweise auch gleich. "Neoliberal", "Rechts-Konservativ"... ich fand's eigentlich deutlich genug. Spaßig nur, daß in Deiner Wiki-Definition so rein gar nichts von "rechts" steht. Als ich das "G-Wort" verwendet habe, habe ich es in GENAU dieser Definition gemeint, die Du unten stehen zitierst. (Nebenbei - ist "Neoliberal" ein Schimpfwort? Sehe ich nicht so. Aber egal, das nur am Rande).
 
perle - 10.09.14 09:18
@herve: Eine Sammlung 'Gutmensch' ist eine tolle Idee!
Daran würde mich gerne mit Wort und/oder Bild beteiligen.

Ich bin schon mal dem Suchlink zu Gutmensch unten gefolgt. Tatsächlich haben sich Toonsupper schon 2008 zu diesem Sprachphänomen eingebracht

@herve: dann leg doch bitte die Sammlung an! 4 Fundstellen sind Dir schon mal sicher.
Willst Du denn das Sammlungs-Thema scharf auf den Begriff 'Gutmensch' eingrenzen, oder soll z.B. auch der damit eng verbundene Aspekt 'political correctness' (PC) behandelt werden? Denn gegen PC soll der Kampfbegriff ja i.d.R ins Felde geführt werden. Sobald die Sammlung eröffnet sind, lassen sich solche Fragen auch in den Sammlungs-Kommentaren behandeln
 
herve - 10.09.14 08:27
Nun, ich würde sagen, man eröffnet hier eine Sammlung zu dem Thema und jeder, der mitmachen möchte, stellt sein Werk dort hinein. Das wäre das einfachste.
 
PauerCmx (toonsUp Team) - 10.09.14 01:49
"Gutmensch ist sprachlich eine ironische Verkehrung des ausgedrückten Wortsinns „guter Mensch“ in sein Gegenteil. Der Ausdruck gilt als politisches Schlagwort mit meist abwertend gemeinter Bezeichnung für Einzelpersonen oder Personengruppen (''Gutmenschentum''). Diesen wird vom Wortverwender eine Absicht bzw. Eigenschaft des – aus Sicht des Sprechers – übertriebenen „Gutseins“ oder „Gutseinwollens“ unterstellt, wobei diese angebliche Haltung unterschwellig als übermäßig moralisierend und naiv abqualifiziert und verächtlich gemacht wird." – Wiki

Eindeutiger gehts nicht.

So eine Online-Jam hört sich allerdings interessant an. Wie soll das aussehen, herve?
 
herve - 10.09.14 01:17
Hm, ich greife jetzt mal einen Satz aus einem Kommentar von Pauercomix heraus: "Das Wort "Gutmensch" ist gleichzusetzen mit "ihr seid alle Idioten und wollt es allen recht machen, eure Argumente sind dummes Geschwätz"." und verbinde ihn mit der Frage: ist dem wirklich so? Oder anders ausgedrückt: was versteht hier jedeR DiskussionsteilnehmerIn eigentlich unter der Vokabel "Gutmensch"?

Darüber könnte man jetzt zwar auch trefflichst endlose Streitgespräche führen, aber ich persönlich fände es spannender, wenn man das mal zeichnerisch ausarbeiten könnte. Also frage ich jetzt mal alle Teilnehmenden dieser Diskussion: was haltet Ihr von einem spontanen Online-Jam zu diesem Begriff?
 
PauerCmx (toonsUp Team) - 09.09.14 23:27
Mich würde es ja interessieren, an welcher Stelle dich jemand konkret als einen Rechten bezeichnet hat, Karsten.
 
Karsten - 09.09.14 23:24
Sekundenzeiger - es ging mir nicht primär um Leichis' Bild.

Was den Scharia-Bergriff betrifft: Diesen Vergleich habe ich gezogen, weil die Scharia, zumindest für mich, für absolute Intoleranz bis ins Faschistoide steht. Wer anderer Meinung ist, verliert eben rasch mal den Kopf. NATÜRLICH war das überzogen, aber ich meine, hier einen Geruch wahrzunehmen, der eben aus derselben Güllegrube kommt.

Warum? Ganz einfach - wenn ich jetzt schon überlegen muß, ob ich ein Wort verwenden darf ("G..menschen" ) oder nicht, weil dieses Wort möglicherweise von sonstwoher kommen könnte, dann ist das wirklich keine Umgebung, in der ich mich aufhalten möchte.

Heute ist es das "G-Wort" - was ist es morgen? Was, wenn morgen irgendwer z.B. einen Cartoon/Kommentar postet, den Hundefreunde als negativ empfinden könnten? Wird dieser User dann auch in die "rechte Ecke" gestellt, weil irgendwann mal irgendein Küchenjunge im Heer vom alten Fritz das Wort "Köter" benutzt haben könnte?

Wenn es schon so losgeht, daß Worte quasi verboten werden, erinnert das an - was? Genau.
Und damit sind wir wieder bei Intoleranz. Darum der Begriff "Gedanken-Scharia".

Ich habe hier stapelweise Cartoons gesehen und Kommentare gelesen, deren politischer Botschaft/Aussage ich in keinster Weise zustimmen konnte und wollte; selbstverständlich habe ich entweder nichts oder irgendwas völlig harmloses dazu gesagt.
Wenn ich Meinungsfreiheit für mich selbst beanspruche, werde ich sie anderen ja kaum verweigern.

Das, was hier abging, sehe ich hingegen tatsächlich als einen Versuch, sowas wie Zensur ausüben zu wollen.

"Polemische Worte, die man missdeuten könnte"...
Missdeuten KANN oder missdeuten WILL? Und WER könnte oder wollte sie missdeuten?

Polemik - NATÜRLICH bin ich polemisch! Wäre ich's nicht, wäre ich Kommentator beim Deutschland-Radio und würde keine Cartoons zeichnen.

Was Leichis' Bild betrifft - daran fand ich absolut nichts, was in irgendeiner Weise nach Rassismus aussah.

In meinem Kommentar habe ich lediglich angedeutet, daß es sich nur um Sekunden handeln kann, bis ein (Hmmm... suche ein wertfreies Wort ohne G...) "besorgter Mitmensch" (Mist, doch ein G...) daher kommt und "Rassismus!" brüllt, weil ständig irgendwer aus welchen Gründen auch immer selbst in die belanglosesten Sachen etwas politisches hineindeuteln zu müssen glaubt.

Was schließe ich daraus? Ich brauche eine "Schere im Kopf", mit der ich mich selbst zensiere, damit ich niemandem auf die Jesus-Latschen (Oh... sorry.), auf die Füße trete.

MÖCHTE ich mich selbst zensieren? Hm, laß mich kurz nachdenken... Nein. Definitiv nicht.
 
Toonster - 09.09.14 23:14
Hui, hier haben sich aber viele Kommentare gesammelt.
Zuviel um alles zu lesen.
Ich zeichne stattdessen.

Gut´s Nächtle miteinander.
 
herve - 09.09.14 23:06
@ Sekundenzeiger: Deinen letzten Punkt würde ich persönlich noch mit "und überfällig" ergänzen.

Und damit auch von mir ein gut' s Nächtle.
 
PauerCmx (toonsUp Team) - 09.09.14 23:02
Lieber Karsten Schley,

Niemand hat Dich hier ins "rechte Eck" gerückt. Der Begriff wird von Dir jetzt andauernd gebracht, obwohl keiner hier jemandem das nachgesagt hat. Du hast die Grundaussage momentan selbst völlig verzerrt.

Leichnam hat hier geschrieben: "Menschliches Denken & Verhalten ist zu komplex, als diesem gleich eine konkrete "Ecke" zuweisen zu können." und hat damit selbst völlig daneben interpretiert, dass dich jemand hier im rechten Lager angesiedelt sieht. Unsinn. Das hat niemand behauptet. Diese falschen Argumente sind jetzt in mehrfacher Ausführung hier gepostet worden und wiederholen sich immer noch.

Das Wort "Gutmensch" ist gleichzusetzen mit "ihr seid alle Idioten und wollt es allen recht machen, eure Argumente sind dummes Geschwätz". Das ist die transportierte Bedeutung des Wortes "Gutmensch" in einer solchen Diskussion. Deswegen finde ich persönlich, dass man so ein Wort nicht bringen sollte, darum geht's.

Und nochmal, niemand hat Dich hier ins "rechte Lager" gerückt.

Du sprichst Dich gegen die Rassismus-Keule aus und benutzt selbst die Gutmenschen-Keule, pauschalisierst also selbst schon von vorherein. Wie das unter einen Hut passen soll, ist mir ein völliges Rätsel.

Wozu auf diesen falschen Anschuldigungen beharren? Ich bin mir sicher, dass hier niemand einen solchen Riesenärger haben möchte wie dazumals mit MiO. Da haben wir auch wegen einer anfänglichen Lappalie einen User verloren, der hier sehr produktiv war. Und das nur, weil sich die Leute wegen kleinen Missverständnissen ganz heftig in die Haare kriegen.

Also bitte, bei der Sache bleiben und Coolness bewahren! Niemand möchte hier irgendwen mundtot machen, aber zu einer ordentlichen Diskussion braucht es einfach Vernunft und einen rücksichtsvollen Gesprächston, ohne dass Leute dabei beleidigt werden.

@herve: Genau das brauchen jetzt die Teilnehmenden – kräftig Durchatmen und beruhigen! Es zahlt sich echt nicht aus wegen einer an sich interessanten Diskussion gleich die Säbel zu rasseln.
 
Der_Sekundenzeiger - 09.09.14 22:32
[EDIT: Hier stand mal ein langer Text, doch der könnte auch angreifend etc. verstanden werden, also jetzt in Kürze, was ich dazu zu sagen habe]:

1. Ich will niemanden in die rechte Ecke stellen.
2. Finde ich richtig, dass auf das Thema Rassismus sensibel -nicht überempfindlich- reagiert wird.
3. Wer austeilen kann, muss auch einstecken können. Also die bitte an Karsten, im Forum zu bleiben und Meinungen sachlich ohne Polemik auszutauschen.
4. Den Hinweis an Karsten: Anscheinend ist das Reden über Worte nicht pseudo-intellektuell, immerhin fühlst du dich von deinen Kritikern so angegriffen, wie sich die Kritiker anscheinend durch das vorurteilende Wort "Gutmensch" angegriffen fühlten, eher sie überhaupt einen Kommentar abgaben. Durch provozierende Kommentare von wegen Solidaritätsertränken und Gedankenscharia (Zensur gibt es auch ohne Feindbild Islam) wird die Diskussion verschärft und kann nicht sachlich werden. Ich bitte - schreibe nicht vor - sondern bitte um eine Diskussion ohne irgendwelche Polemiken.
5. Habe ich auch nicht die Weisheit gefressen, ich will diskutieren. Sollte ich dabei nicht sachlich sein, bitte ich um Kritk und Feedback.
6. Finde ich die Diskussion, ohne dabei jemanden persönlich angreifen zu wollen - ich glaube nicht, dass Karsten oder Leich irgendwie rechts zu zuordnen wären - richtig und wichtig.

So wie oben will der ehemalige lange Text verstanden werden:

> Hey Karsten,
> ich hoffe nicht, dass wir uns da falsch verstehen. Ich will weder Leichi
> noch dich in eine rechte Ecke stellen oder sonst wo hin. Ich will nur
> sagen, dass eine gewisse Sensibilität wichtig ist. Keine erzwungene pc
> will ich, sondern, dass es hier menschlich zu geht.
> Bei Leichis Cartoon sage ich, dass dieser ungeschickt sei.
> Bei dem "Gutmenschen"-Kommentar sage ich, dass das Wort oft gebraucht von
> neoliberaler oder rechter Seite gebraucht wird, weshalb ich es unklug
> finde, dieses zu benutzen.
> Aber nicht jeder, der einen andern "Gutmensch" nennt kommt aus der rechten
> Ecke. Doch auch bei Leuten nicht aus der rechten Ecke finde ich es unklug
> schon von Gutmenschen, die was auszusetzen haben werden, zu reden, noch
> bevor jemand, den man wohl mit dem Begriff meint, überhaupt etwas gesagt
> hat. Das kann so aussehen, also wolle man eine Diskussion,also den
> Austausch freier Meinung im Keim ersticken. Immerhin durfte sich so jeder,
> der nach diesem Kommentar kritisch Leichis Bild kommentierte als
> "Gutmensch" sehen, den man, so suggerierte es jedenfalls der Kommentar,
> nicht ernst zu nehmen habe.
> Das daraus solch eine Diskussion entstanden ist, ist zum einen wegen der
> Spannungen schade, zum anderen aber werden so vielleicht Dinge gesagt, die
> auch mal gesagt werden müssen. Und ich finde es gut, dass hier anscheinend
> doch sehr sensibel mit dem Thema Rassismus umgegangen wird. Wie gesagt,
> keinem (außer dem User, der anscheinend nicht mehr dabei ist) würde ich
> hier Rassismus vorwerfen, aber man wird doch wohl diskutieren können,
> welche menschlichen, gesellschaftlichen Ebenen ein Bild, seine Rezeption
> und seine Kommentierung haben.
> So wie du dich jetzt auf den Schlips getreten fühlst, weil man dich in
> eine Ecke drängt, aus der du wohl nicht kommst, fühlten sich all
> diejenigen auf den Schlips getreten, die wie ich ein ungutes Gefühl bei
> Leichis Illu beschlichen hat und die du von vornherein als "Gutmenschen"
> abgestempelt hast. Wer austeilen kann, sollte jedoch auch einstecken
> können.
> Also bitte nicht den Schwanz einziehen und weg, sondern für die
> Meinungsfreiheit stehen, und sagen, wie du die Geschichte siehst. Nur
> leider scheinst du an sachlicher Diskussion, so erscheint es mir manchmal,
> gar nicht mehr interessiert zu sein.
> Du bist klug und du wusstest genau, was du nach der schon bestehenden
> Diskussion mit deinem Kommentar zum solidarischen Ertränken im Mittelmeer
> auslöst. Du wolltest nochmal Gegenwind.
> Ich bin auch nicht, wie schon gesagt, für die political correctness der
> political correctness willen. Doch auch bei Worten sollte man sensibel,
> nicht überempfindlich, aber sensibel sein. Und indem du zum Beispiel von
> Gedanken-Scharia und ähnlichem sprichst, begibst du dich auf einen
> schmalen Pfad. Das Statement ist nämlich, das darf doch so verstanden
> werden, sehr negativ gegen die Kritiker gerichtet: Sie wollen Zensur üben.
> Gleichzeitig kommt der Islam mit ins Spiel, da es unbedingt die Scharia
> sein muss, die da Zensur ausübt. Damit wird ein Feindbild bzw. Angstbild
> bedient, das heute in vielen Köpfen steckt und damit deine Kritiker noch
> mehr angegriffen, zudem richtet sich das aber auch, ob du es willst oder
> auch nicht, implizit gegen den Islam bzw. es steht in der derzeitigen
> Debatte über den Islam in Deutschland auf einer Seite, die unschön ist.
> Zudem gibt und gab es auch in Deutschland Zensur, da muss man nicht erst
> irgendwelche Schreckbilder bedienen, auch wenn diese natürlich mehr
> sitzen. Wieso also unbedingt die Scharia noch reinbringen, wenn Zensur
> schon reichen würde? Die Worte sitzen, aber sie sind gefährlich. Sie
> erzeugen eine Stimmung, die ich zumindest unheimlich finde.
> Deshalb: Ich setze dich hiermit und damit nicht in eine rechte Ecke, ich
> gebe nur zu bedenken, dass du dich mit der auf Teufel komm raus nicht-pc
> Sprache selbst in die Ecke setzen könntest. Das mag alles pseudo-
> intellektuell erscheinen, doch leider ist es wirklich so, dass Bilder und
> Worte große Wirkung haben können. Sie können gesellschaftliche Meinungen
> bilden und Menschen verletzen. Wenn es pseudo-intellektuell ist über Worte
> zu streiten, weshalb nimmst du dann dir gegenüber kritischen Worte so
> ernst? Weil Worte verletzen können - jeden.
> Also, verleih deiner Meinung Ausdruck, ich bitte dich - es ist wirklich
> nur eine Bitte -, das mal ohne polemische Worte zu tun, die man missdeuten
> könnte.
> Zum anderen: Dein letzter Cartoon, der hoffentlich kein letzter ist, ist
> doch genial und hat eine klare Aussage, die man nie im Leben
> diskriminierend deuten könnte.

Gute Nacht.
 
herve - 09.09.14 22:13
@ Sekundenzeiger: auch ich habe den betreffenden Cartoon von leichnam nicht kommentiert, weil dieses Werk bei mir lediglich ein Achselzucken hervor gerufen hat und ich für mich persönlich nichts damit anfangen kann im Gegensatz zu anderen Sachen von ihm, die mich durchaus ansprechen. Aber ich denke, genau darin liegt der Hund begraben: kann man nicht einfach mal etwas nur so stehen lassen oder muss man immer gleich mit einer riesigen Keule um sich hauen?

Mal ehrlich: was habt Ihr eigentlich persönlich davon, wenn Ihr Euch über Sachen echauffiert, die jetzt nicht unbedingt Eure Ansichten teilen, die aber per se nicht einmal böse gemeint sind?

Ich vertrete immer noch die Auffassung: wenn Euch irgend etwas nicht gefällt, dann seht einfach nicht hin. Eine Ausnahme davon würde ich nur dann machen, wenn es sich wirklich um klar ersichtliche böswillige Diffamierungen mit volksverhetzender Intention handelt, aber das ist explizit bei Schoko/Schocko eben nicht der Fall.

Vorschlag zur Güte: atmet einfach erst einmal tief durch, kommt herunter und vor allem lege ich jedem mal die Grundsatzregel des Internets nahe "erst denken, dann posten!"
 
Karsten - 09.09.14 16:25
Sekundenzeiger -

soweit ich diese ganze Debatte mitbekommen habe, geht es einigen Damen und Herren darum, Meinungen als "rechts" zu diffamieren, die in irgendeiner Weise gegen "Political Correctness" verstößt. Heißt, alles, was nicht deren Meinung teilt, ist "neo-liberal", "rechts-konservativ" und somit böse.

Das geht soweit, daß einem der Gebrauch des Wortes "Gutmensch" praktisch untersagt werden soll. Okay, was kommt als nächstes? Welches Wort, welcher Gedanke, der irgendwem nicht in den Kram paßt, wird als nächstes tabuisiert? Wird man mit einer Fatwa belegt, wenn man ihn trotzdem benutzt?

Ich will und werde mich keinerlei pseudo-intellektueller Gedanken-Scharia unterwerfen, und ich werde mir weder Worte noch Zeichnungen verbieten lassen.

Wer sich daran stört, hat möglicherweise ein Problem mit freier Meinungsäußerung. Ich selbst habe keine Schwierigkeiten, mich mit anderen Meinungen konstruktiv auseinanderzusetzen, aber wenn irgendwelche Kasper mich, nur weil ich ein Wort gebrauche, das ihre zarten Seelchen nicht vertragen, in die rechte Ecken stellen, ist bei mir das Maß voll bis zum Kragen.

Wer will also bitte wen mundtot machen?

Wenn es also nicht möglich ist, in diesem Forum meiner Meinung Ausdruck zu verleihen, wird es Zeit, dieses Forum zu verlassen.

Wenn ich hier jedes Wort auf die Goldwaage legen und mir jeden Cartoon drei Mal ansehen und prüfen muß, daß er nicht das rosarote Brillchen einiger offenbar in einer anderen Realität als der meinigen lebenden Gestalten beschlagen läßt, wird das Ganze für mich mehr als verzichtbar, weil ich mir mit Sicherheit keine Political-Bullshit-Correctness-Schere implantieren lassen werde, die mich nur noch konformes Zeugs absondern läßt.

Wer in einem kulturellen Nord-Korea rumvegetieren will, soll das tun. Aber bitte ohne mich.

Und dies war mein letzter Kommentar hierzu.
 
Der_Sekundenzeiger - 09.09.14 11:52
Jetzt mal losgelöst von den zwei Cartoons, die für diesen Thread ausschlaggebend sind:

Tatsächlich ist es so, dass das Wort "Gutmensch" ein Schimpfwort ist, dass demjenigen damit betitelten Menschen den Mund verbieten soll. Alles was der "Gutmensch" jetzt sagen wird, braucht nicht als diskussionswürdig angesehen zu werden. Es entstammt dem "Gutmenschentum". Selbst politisch und sozial interessiert und mit Worten zumindest aktiv, wurde ich oft als Gutmensch betitelt, nur weil ich für Solidarität (egal wie utopisch das sein mag) zwischen den Menschen eintrete. Und tatsächlich kam der Vorwurf des "Gutmenschentum" aus einer neoliberalen und bzw. oder rechten-konservativen Ecke.

Ich verstehe also ganz genau, was fuenf an manchen Kommentaren stört.

Andererseits bin ich auch kein Verfechter der blinden political correctness. Denn diese wird tatsächlich oft genutzt, um die Nicht-"Gutmenschen" mundtot zu machen. So schießt das eine extrem auf das andere. Und leider deckt die gelebte political correctness oft das viele Nazidenken im deutschen Volk einfach mit einer dünnen Decke zu, sodass hier viele sehr vernünftig und wenig rassistisch klingen, die es am Ende aber dann doch sind, wie man dann am Stammtisch, unter vier Augen oder in Kommentaren bei Online-Zeitungen herausfinden kann.


Zu der Diskussion mit Blick auf die Cartoons samt Kommentaren:
Ich würde Leichnam, obwohl ich ihn nur über diese Homepage hier kenne, niemals unterstellen, dass er Rassist sei. Dazu gibt er keinen Anlass - eher im Gegenteil, ein vernünftiger Typ.
Aber tatsächlich habe ich seinen "Vergleiche"-Cartoon nicht kommentiert, da ich mich fragte: "Was soll das?" Ich hatte mich gefragt, ob der Cartoon rassistisch sei oder nicht. Nein, er ist nicht rassistisch gemeint, denke ich... aber ich fragte mich weiter: Was will der Cartoon mir dann sagen? Bzw. Was stellt er da. Ich kam zu keiner Antwort.
Leider aber ist der erste Gedanke auch bei mir gewesen: Ist das nicht rassistisch? Und das kommt glaube ich nicht von meinem "Gutmenschentum" her, sondern weil die Steigerung am Ende eine böse Fratze darstellt. Das ließ in mir die Frage aufkommen: Ist ein Mensch besonders dunkler Hautfarbe ein Monster? Aber ich verstehe den Cartoon einfach nicht und so weiß ich keine Antwort drauf.
Wäre am Ende ein Schokokuss zu sehen gewesen, wäre das ein sehr anregender Cartoon über derzeitige gesellschaftliche Entwicklungen und Diskussionen geworden.

Ich für mich, hatte den Cartoon abgehakt. Jetzt aber gibt es diese Kommentare, die tatsächlich etwas merkwürdig sind, vor allem, wenn jemand auf Meinungsfreiheit pocht, aber sein Gegenüber mit dem Wort "Gutmensch" schon im Vorhinein mundtot zu machen versucht.

Wenn jemand schreibt, dass wir Gutmenschen (ich nehme diesen Begriff auf und nutze ihn für mich ins Positive gewendet) uns ja aus Solidarität im Mittelmeer ersäufen könnten, dann denkt er nicht weit genug. Es gibt auch Gutmenschen, die nicht über Worte streiten, es gibt welche, die nehmen sich ein Schiff und fahren rauf aufs Meer, um solidarisch zu sein. Statt sich mit zu ersäufen, holen sie die Menschen in Not aber aus dem Wasser raus (Vgl. Cap Anamur und die Boat people). Wenn man Gutmensch sein muss, um solche Solidarität zu leben, dann mag ich Gutmenschen. Die Grundhaltung ist mir viel sympathischer als die vermeintlich realitätsnähere, die irgendwie lautet: Man kann nicht ihnen allen helfen. Jeder muss einfach selbst gucken, wo er bleibt. Wer sich anstrengt, kann auch alles schaffen.

Ich würde aber Vorschlagen, das in den Kommentaren offen diskutiert werden sollte, ohne dass man andere mit irgendwelchen Worten betitelt.
Man kann doch, ohne das jemand beleidigt wird, nachfragen, ob ein Cartoon rassistisch ist oder nicht. Man kann doch seinen Geschmack äußern und ohne Zynismus oder Provokation sagen: Hey, hier hast du dich aber etwas vergriffen. Das könnte man leicht missverstehen. Oder sogar: Meiner Meinung nach ist der Cartoon rassistisch, auch wenn ich nicht glaube, dass du das sagen wolltest.
Daraufhin kann die andere Seite doch entgegnen: Hier ist nichts rassistisch gemeint. Mein Cartoon setzt ja auch keinen Menschen herab oder zielt darauf ihn zu beleidigen. Vielmehr wollte ich einen kleinen Witz machen, der auch unter Geschmackssache fällt.
oder ähnlich...




Es gab aber mal tatsächlich einen User hier, der schlechte Werke abgeliefert hat, die alle voller Rassismus waren, zum Beispiel gegen die faulen Pleitegriechen, so ich mich Recht erinnere. Da hat leider kaum jemand gegenkommentiert und ich fragte mich stattdessen, ob ich zu sehr "Gutmensch" sei, weil ich mich immer wieder negativ äußerte.

Zudem hat StefanLausl in einem Punkt sehr recht: Wenn ich etwas an die Öffentlichkeit trage, dann habe ich eine gewisse Verantwortung.
Ich als gebürtiger Pole mag zum Beispiel gute Polenwitze sehr gerne. Mit Klischees zu spielen ist auch eine intellektuelle Betätigung, vor allem wenn die Witze die Klischees als Klischees entlarven. Es gibt aber Menschen, die erzählen Polenwitze so, dass sie sich gegen die Klischees nicht wehren. Und auch wenn diese kleinen Witze selbst erstmal nichts großes sind, worüber man sich aufregen sollte, so können sie auf Dauer und wenn sie immer wieder und weiter vorgetragen werden, ein Klima schaffen, in man sich dem anderen allein der Herkunft wegen im Vorteil sieht.

Und diese Verantwortung tragen wir als Zeichner auch: Schaffe ich eine solidarische Stimmung oder schaffe ich eine Stimmung, die gerne mal über andere Völker vom Leder zieht, um sich in selbstverliebter Höhenstimmung zu fühlen.
 
Ron (toonsUp Admin) - 09.09.14 11:52
Hallo,
es gibt hier eine sehr aufwühlende Diskussion zum Thema Gutmensch. Dazu wurde in den Kommentaren zweier Bilder diskutiert. Ich möchte diese Diskussion hier ins Forum leiten. Bitte versteht, dass jeder seine eigene Meinung vertreten kann, denkt nur an die Spielregeln, dass Beleidigungen anderer Künstler nicht geduldet werden, siehe auch unsere Netiquette.

P.S. Die Links zu den betreffenden Bildern:
/cartoons/vergleiche
und
/cartoons/korrekt+1
 
perle - 09.09.14 10:54
ps: suche gerade den Spruch, der etwa so geht:

"Kritiker sind solche, die es nicht besser können, sonst wären sie Künstler geworden"
 
perle - 09.09.14 10:47
Im Grunde genommen haben wir doch hier den ewigen Künstler-Kritiker-Konflikt:

Der Künstler legt sich für sein Werk krumm und der Kritiker schnippst mit dem Finger

Recht machen kann man nie allen. Jeder legt einen anderen Maßstab an und wenn ästhetisch/technisch nichts zu beanstanden gibt, kommt man ggf politisch/religiös/moralisch.

Aber der Kritiker muss mir kein Feind sein, wenn er mir den Spiegel vorhält. Wenn ich dann weis, wie mich andere sehen, ist das doch eine wertvolle Info. So was muss ich natürlich ab können, wenn ich mich mit meinem Werk der Öffentlichkeit stelle.

Den Umgangston in Toonsup empfinde ich allgemein als wohlwollend und konstruktiv und Ausreißer gibt es immer - muss auch mal sein
 
Leichnam - 09.09.14 02:51
... wenn man mal bedenkt, dass der winzige Ursprung dieser gigantischen Diskussion, welche ja noch zusätzlich unter zwei weiteren Witzblättern geführt wurde, der simple Wortgag "Schoko / Schocko" war, dann kann man hier deutlich das Urknallprinzip erkennen. Diese Theorie muss also doch WAHR sein ...
 
perle - 08.09.14 23:26
Lieber LiddlBuddha, liebe Admins!
Bitte beseitigt nicht den Stein des Anstoßes, wenn er sich zum Denkanstoß eignet. Ich hab noch nicht alles gelesen ...
 
StefanLausl - 08.09.14 22:54
@herve: Nee, nee, ist schon klar! Deshalb habe ich neben "Jud Süß" bewusst "Anders..." mit angefühlt. Der bediente sich ja der gleichen Mittel wie die Propagandafilme der Nazis, war damals aber doch nichts anderes als ein massenkompatibles (!) Kunstprodukt um der miefigen Wirtschaftswundergeneration eine schnelle Mark aus der Tasche zu ziehen (woran ja prinzipiell nichts verwerfliches ist). Der Film ist für mich einfach nur ein Beispiel dafür, wie man sich der Mittel der Kunst bedienend total ins Klo greifen kann.

Wenn Astrid Lindgren damals vom Negerkönig schrieb, dann ist das auch heute noch nicht rassistisch, sondern einfach überholt. Ich denke mal, sie hätte auch ihr OK gegeben, wenn damals jemand gesagt hätte, "Du, Astrid, wollen wir das nicht lieber in Südseekönig ändern?". Ich heisse die Änderungen jetzt bestimmt nicht gut (daher ja auch die Zustimmung meinerseits), aber wenn das Buch heute entstanden wäre, hätte sie sich nunmal anders ausgedrückt. Nicht aus Selbstzensur weil ihr die Eier dazu fehlen, sondern aufgrund einer aktualisierten Denkweise.

Ich kann ja denken was ich will. Wenn ich mich künstlerisch betätige, kann ich tun, was ich will. Aber wenn ich die Kunst öffentlich mache, dann habe ich doch auch eine gewisse Verantwortung. Wenn's doof läuft, mache ich vielleicht etwas, was mir früher oder später als rassistisch ausgelegt wird. Aber wenn ich die Kunst komplett missbrauche, dann entsteht halt Propaganda
 
LiddlBuddha - 08.09.14 22:46
Ich muss zugeben, dass ich heute morgen zum ersten Mal in einer Beschwerde-PN das Wort "Gutmensch" gehört habe und ich kaum mir dieser Bedeutung und Geschichte dahinter bewusst bin.

Ich kümmer mich kaum um solche Themen, solange diese nicht ausufern. Und ich sehe hier die Gemüter hochfahren.
Die meisten provokanten Inhalte sind darauf aus für Aufmerksamkeit zu sorgen, die die Menge wirklich zwiespalten kann. "Sich zu einer Partei bekennen" ist die herausfordernde Botschaft meist dahinter. Das da die Gemüter sich erhitzen ist nicht verwunderlich.

Ich kann jeden Kommentar hier verstehen. Einerseits ist es übersensibilisiert, dank Zensur und "political correctness" und andererseits wieder auch spezielle Satire. Meine Ex-Freundin ( aus Afrika stammend ) würde über sowas schmunzeln. Bei ihrem losen Mundwerk würde Sie sagen, dass selbst "Nougatschnitte" noch legitim ist, was ich ebenso empfinde.
Selbst schwarzer Humor und politisch inkorrekte Inhalte in den Werken sind offen und provokant, über die sogar nicht nur wir lachen können.

Nur das verstehen, bzw. nachvollziehen tut nicht Jeder. Und DAS ist der Punkt, der zu solchen wiederkehrenden Debatten führt.

Die neunte Kunst, also unsere Kunst, darf provokant sein. Und ganz erhlich?
Es gibt hier durchaus Gemüter, die dies dank unserer dunklen Vergangenheit, solche Themen ziemlich persönlich auffassen und dies als Problem betrachten. Und damit gar nicht zu unrecht. Wie oft werden wir in unseren Medien mit dem zweiten Weltkrieg konfrontiert, dass wir nach 70 Jahren noch immer nichts dazugelernt hätten? Oder dass wir noch immer die Ausländer als unwürdig ansehen sollen? Wird es nicht langsam lästig sich wieder und wieder mit diesen hitzigen Thema auseinanderzusetzen, um uns zu zugestehen, dass wir aus der Vergangenheit gelernt haben und dass Ausländer nicht die Schuld am Rassismus haben sondern unsere Konzerne, die uns wirtschaftlich im Stich lassen und somit diese Vorurteile schüren? Schon daran gedacht, dass wir selbst für unsere Handlungen und Schöpfungen verantwortlich sind und dass unsere eigenen Leute, diesen eingeprägten Hass weiterschüren, weil sie wirklich uns schaden wollen? Wann haben wir unsere eigene Schatten übersprungen, anstatt diesen Hass aufrecht zu erhalten, und um nach Lösungen zu suchen?

Solche hitzigen Auseinandersetzungen bringen meist nur mehr Unverständniss und führt diese Diskussion immer weiter in eine Endlosschleife.
Sätze wie ".. sie könnten auch in einem Schlauchboot aufs Mittelmeer paddeln und sich dort aus Solidarität ersäufen ..." sind reine Provokationen und bringen niemanden etwas. Weder dem Urheber dieses Satzes, der meiner Meinung nach mit diesem Satz nur eine Seite zu kennen und zu vertreten scheint, noch dem Gemüt von offenen und vielschichtigen Kritiker, der die Doppeldeutigen Botschaften durchaus negativ aufnimmt.

Und doch bemerke ich, dass kaum jemand hier die Bedeutung von Rassismus zu kennen scheint, von dem hier einige sprechen...

Wenn man sich auf "freie Meinungsäußerung" beruft, ist es ebenso grenzwertig, denn auch irgendwann ist eine Grenze erreicht, bei der Regel über Meinung steht. Behaltet Euch eines im Hinterkopf, wenn es uns zuviel wird und wir es als Regelwidrig von Toonsup ansehen, löschen wir das Streitobjekt zur Not sodass wieder ruhige Gemüter zurück finden.
Soviel zu meiner Ansicht, wenn es nicht besser wird.

Ich habe unsere Admins bereits über diese Auseinandersetzung berichtet.
 
herve - 08.09.14 22:16
@ StefanLausl:

Verwechsle bitte nicht "Kunst" mit "Propaganda", denn letzten Endes war es genau das. "Jud Süß" wurde von Joseph Goebbels höchstpersönlich in Auftrag gegeben, und "Anders als du und ich" (übrigens war bei beiden Filmen Veit Harlan der Regisseur) gilt nicht umsonst als "Ein spätes Abfallprodukt faschistischer Gesinnung" (Zitat "Film-Dienst" ) , da er eben gezielt sexistische Vorurteile einiger selbstgerechter, ehrenwerter Spießbürger bedient, die sich außer einer reproduktiven Missionarsstellung zwischen Mann und Frau nichts anderes vorstellen können und keinerlei sexuelle Vielfalt dulden.

Letzten Endes ist in beiden Fällen gezielte Diffamierung das Hauptmotiv, was bei den von mir genannten Beispielen absolut nicht der Fall ist. Es kommt eben auch immer auf die Intention an, aus der heraus ein Werk entsteht und nicht auf die oberflächliche und verallgemeinernde Wahrnehmung der Außenwelt, die zusehends erschreckend verflacht.
 
StefanLausl - 08.09.14 21:55
@herve: Neunundneunzigprozentige Zustimmung meinerseits :D Ich bin seit gut der Hälfte meines Lebens ein großer Fan von Christoph Schlingensief und der gute Mann musste sich zu Lebzeiten ja auch alles vorwerfen lassen, von Rassismus bis zur Frauenfeindlichkeit. Aber zum Glück hat er sich davon nie beeinflussen lassen, deswegen war er ja so gut...

Aber die Kunst ist ja kein Freifahrtschein. Filme wie "Jud Süß" oder "Anders als Du und ich" gelten heutzutage zu Recht nicht als große Filmkunst...
 
herve - 08.09.14 21:23
"Falls Freiheit überhaupt etwas bedeutet, dann bedeutet sie das Recht darauf, den Leuten das zu sagen, was sie nicht hören wollen." (George Orwell, Nachwort zu "Farm der Tiere" )

So, und jetzt mal zur "political correctness": diese hat schon genug Flurschaden angerichtet in der Literatur und der Kunst allgemein, weil alle inzwischen so überempfindlich geworden sind, dass man aus voraus eilendem Gehorsam oder im Nachhinein Manschetten hat, überhaupt noch etwas zu veröffentlichen.

Das geht schon mit amerikanischen Schulbüchern los, in dem in dem alten Gebrüder Grimm-Märchen "Rotkäppchen" das Kind keine Flasche Rotwein mehr im Korb haben darf, weil das ja die Youngsters zum Alkoholismus verleiten könnte, in Mark Twains "Tom Sawyer" und "Huckleberry Finn" gibt es keinen "Nigger" Jim mehr, weil sich die Afroamerikaner diskriminiert fühlen könnten (auch wenn es zu den Zeiten, in denen die Handlung spielt, dies durchaus gängiger Sprachgebrauch war, auch wenn es sich um eine Schmähvokabel handelt), in Deutschland ist Pippi Langstrumpfs Vater aus Gründen der "political correctness" nicht mehr "Negerkönig von Taka-Tuka", sondern in den Neuauflagen "Südseekönig".

Ähnlich sieht es in der Musik aus: so musste Michael Jackson einst sogar "They don' t talk about us" noch einmal neu einspielen, weil er im ursprünglichen Text das Wort "Kike" verwendet hatte, aus Beautiful South' s "Don' t marry her, fuck me" wurde inzwischen "Don' t marry her, have me", aus der Zeile in dem gleichen Song mit der Aussage "she grabs your sweaty bollocks" wurde in der neuen Version "she looks like Sandra Bullock", usw. usf.

Die Aufzählung ist noch beliebig erweiterbar, aber eines ist auffällig: man greift unter dem Vorwand der "political correctness" und der damit verbundenen übertriebenen Rücksichtnahme auf die Befindlichkeiten einiger weniger zunehmend unverhohlener in das kreative Schaffen der jeweiligen Künstler ein, und das sehe ich als Ausdruck eines gewissen Neo-Totalitarismus, bei dem man nicht sicher sein kann, wie weit er noch geht. Und darunter fällt für mich auch diese unsägliche Diskussion um die Vokabel "Gutmensch", egal wer den Begriff jetzt geprägt hat.

Fest steht jedoch, dass wir durch ein derartiges Vorgehen zumindest gefährlich nahe an einer Entwicklung (wenn nicht schon mittendrin) sind, vor der einst Zeitgenossen wie eben George Orwell, Aldous Huxley und vor allem Ray Bradbury gewarnt haben (schöne Grüße von "Fahrenheit 451" oder dem Kapitel "Usher II" aus den "Mars-Chroniken" ).

Und das hat SEHR WOHL etwas mit Meinungsfreiheit und auch der Freiheit der Kunst zu tun. Und darüber sollten sich ALLE hier Diskutierenden mal ernsthaft Gedanken machen!!!
 
StefanLausl - 08.09.14 20:41
Ich habe mir die Kommentare unter dem entsprechenden Cartoon durchgelesen und war ziemlich erstaunt, wie sehr sich politische Meinungen mit gesundem Menschenverstand beissen.

Um mal einen relativ cartoonesken Vergleich anzuführen: Wenn ein Schaffner bei einer Fahrscheinkontrolle nur aufgrund der ethnischen Herkunft des Fahrgastes ins Schwitzen gerät, weil er krampfhaft versucht, den Begriff "Schwarzfahren" zu vermeiden, dann haben wir es doch mit einer Form von politischer Korrektheit zu tun, die niemandem hilft.

Auf eine vergleichbare Art habe ich Karstens Cartoon "ist das korrekt?" aufgefasst, deswegen fand ich ihn auch gelungen. Natürlich gibt es Leute, die an jedem Kothaufen schnuppern und sofort Rassismus riechen, und ich finde es auch vollkommen legitim, ihnen eine Bezeichnung zu geben; meinetwegen Gutmenschen. Und in einer Republik leben, in der es überall nach ihrer Kotze riecht, möchte ich ebenfalls nicht.

Noch weniger möchte ich allerdings in einer rassistischen Republik leben und da fängt es nun einmal im Kleinen an. Rassismus in 'nem Schokokuss (um nochmal auf einen der Kommentare eizugehen)? Sehe ich nicht. In einem Negerkuss hingegen schon. Den Juden von nebenan nenne ich ja auch nicht Itzig, und wenn ich mitkriege, daß es jemand tut, dann spreche ich mich dagegen aus. Das macht mich ja nun nicht zum Gutmenschen, sondern zum Mitmenschen.

Die Schokokussgeschichte finde ich ganz schön, und ich bitte, mir diese kleine Anekdote zu verzeihen: Ich bin von Beruf Schausteller und verkaufe unter Anderem diese fiesen Dinger. Es kommen immer noch Leute zu mir an den Stand und bestellen sich "Negerküsse". Das finde ich nicht schlimm, sie meinen es ja nicht böse (da wären wir wieder bei dem Cartoon "Vergleiche": rassistisch geprägt, ja, aber nicht rassistisch motiviert). Genauso wenig sind die Leute, die sich politisch korrekt einen Schokokuss bestellen, Gutmenschen. Auch kein Problem. Schlimm finde ich es nur, wenn jemand politisch korrekt bestellt, dabei aber vor Sarkasmus beinahe explodiert und die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit gefährdet sieht, weil die Süßigkeit seiner Wahl keine ethnische Gruppe mehr beleidigt.

Der Geschmack ist gleich geblieben. Nur die gesellschaftlichen Normen haben sich verändert. Meiner Meinung nach zum Besseren
 
Ulili - 08.09.14 17:26
Ich muss gestehen, etwas zwiegespalten zu sein. Mein Gut-Ich stimmt absolut zu, dass gewisse gesellschaftliche Strömung sehr menschenverachtend, demokratiefeindlich, unethisch und umweltschädigend sind. Die sogenannten "Gutmenschen" aus den Bereichen Umwelt und Soziales sind im Grunde die letzten, die noch versuchen, dem etwas entgegen zu setzen. Mein Böse-Ich meint, dass die im Grunde auch nicht wirklich über ihren jeweiligen Tellerrand schauen und ich es partout nicht leiden kann, wenn mir jemand mein Lieblingsessen verbieten will. Letzterem Anteil ist es auch völlig egal, was mit dieser Welt geschieht, in geologischen Zeiträumen gesehen, ist die Menschheit auch nur eine kurze Anekdote der Erdgeschichte. Und bei zu hoher Populationsdichte gehen sich Menschen genau wie Mäuse gegenseitig an den Kragen.
Was aber meiner Meinung nach gar nicht geht, sind ekelerregend rassistisch hetzende Kommentare in einem freidenkenden, künstlerischen Umfeld, wo es um konstruktive Kritik oder lockere Kommentare geht. Man kann erstmal alles reinstellen, muss sich dann aber auch der Kritik stellen, wenn das Gezeigte sich nicht mehr im Rahmen der Meinungsfreiheit bewegt sondern nur noch abwertend und beleidigend ist. Zur Not sollten Accounts, von denen mehrfach eindeutige Werke und Kommentare im obigen Sinne eingestellt werden unwideruflich gelöscht werden. Ich denke, das wäre im Sinne eines guten Miteinanders.
 
fuenf - 08.09.14 12:48
Dann schau in den Kommentaren zu gutmensch

und Wiki meint dazu: "... Unwort des Jahres 2011 in Deutschland den zweiten Platz. In der Begründung gab die Jury an, mit dem Wort werde „insbesondere in Internet-Foren das ethische Ideal des ‚guten Menschen‘ in hämischer Weise aufgegriffen, um Andersdenkende pauschal und ohne Ansehung ihrer Argumente zu diffamieren und als naiv abzuqualifizieren“, und kritisierte die aus ihrer Sicht 2011 einflussreich gewordene Funktion des Wortes als „Kampfbegriff gegen Andersdenkende“ "
 
LiddlBuddha - 08.09.14 12:15
@fuenf: PN für Dich.
 
Ulili - 08.09.14 11:14
Kann jetzt Fury nur zustimmen. Ich habe diese Kommentare spontan nicht gefunden.
 
Toonster - 08.09.14 10:22
Hast Du mir die Links?
Mich würde der Kontext interessieren.
 
fuenf - 08.09.14 09:08
Ist das noch das Toonsup, das ich mal schätzte? Mir gehen solche völkischen Hasstiraden eindeutig zu weit!

Zitate aus einem Kommentar:
"...republikweit nach Gutmenschen-Erbrochenem riechen ..."

".. sie könnten auch in einem Schlauchboot aufs Mittelmeer paddeln und sich dort aus Solidarität ersäufen ..."


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PS: (ca. 2 Tage später) Jau! hier will ich bleiben

 
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